Nun wie bereits erwähnt, ist es ja generell nicht unbedingt einfach sein passendes Pendant zu finden und die Auswahl der „potenziellen“ Männer, die in Frage kommen, verringert sich auf Grund der Neigungen.
Es ist nun mal so, dass es eine Menge interessanter Männer gibt, aber meine letzte Erfahrung mit einem sogenannten „Stino“ hat mir so manches aufgezeigt:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich ihn in einem Fetisch-Forum kennenlernte und dass er „sanfte Dominanz“ suchte. Nun da ich in erster Linie Sadistin bin und meine Dominanz durchaus sanft sein kann, schien dies in Anbetracht der auftauchenden Schmetterlinge weniger ein Problem zu sein.
Aber auf Dauer eben doch nicht passend. Doch auch daraus habe ich interessante Erkenntnisse herausgezogen: Ich lebe BDSM im Alltag aus und dazu gehören für mich grundlegende Aufmerksamkeiten im Alltag.
Er sah an meinem Blick, was gerade mein nächstes Begehr war und noch bevor ich den Wunsch nach Kaffee oder was auch immer aussprach, hatte er bereits gehandelt und mich dann auch entsprechend formvollendet bedient. Selbst redend brauche ich nicht zu erwähnen, dass er anfallende Tätigkeiten im Haushalt nicht nur erkannte, sondern sie auch von sich aus erledigte, und zwar unabhängig davon ob sie den Haushalt oder den Heimwerker-Bereich betrafen. Auch war es niemals ein Problem, wenn ich irgendwelche besonderen Wünsche in Bezug auf Verwöhnen meiner Person oder aber auch der gemeinsamen Verschönerung meiner privaten Gemächer betraf. Mit anderen Worten: er war der perfekte Sklave auf Grund seiner Grundeinstellung mich glücklich zu machen und zu verwöhnen. Ei n strahlendes Lächeln aus meinen Augen belohnt ihn und löste in ihm wiederum ein ebensolches Glücksgefühl aus,… aber da gibt es ja auch noch andere Bereiche und da passen ein Stino und eine Sadistin nicht zusammen! Deshalb eine Trennung in Freundschaft.Doch klar geworden ist mir: ein Sklave (oder welche Varianten es nun auch immer geben mag), der diese ganz grundsätzliche Einstellung nicht hat, kann kein für mich passender Mensch im Sinne von Partnerschaft sein.
Diese Grundeinstellung bedeutet: er findet seine Erfüllung aus dem „mich-glücklich-sehen-und-verwöhnen-wollen“ heraus. Es ist ein gegenseitiges und sich ergänzendes Geschenk für das Glück des Partners auf diese ganz besondere Art und Weise im Sinne von D/S. Es bedeutet das Glück des jeweils anderen auf so intime und facettenreiche Art in der Ergänzung zu erleben und zu festigen. Das ist das Geheimnis für das wundervolle Miteinander einer Herrin/Lady mit dem ihr anvertrauten Sklaven/Partner.
Dazu gehört aber auch, dass der Sklave eben keine Marionette, sondern ein denkender und fühlender Mensch ist, der seine Erfüllung in ihrem Glück sieht. Und auch im Alltag ist eine Lady durchaus auch eine Frau, die einen starken selbstbewussten Sklaven zu schätzen weiß, an den sie sich anlehnen kann. Ganz in dem Bewusstsein, dass sie dadurch nicht weniger Herrin und er nicht weniger Sklave ist.
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