Ich sehe ja immer wieder Profile, in denen der Wunsch von submissiver Seite besteht, dass 24/7 (oder auch zeitweise) Käfig- und Kettenhaltung gewünscht und angestrebt wird...
Doch meine Frage ist: wie realistisch ist da 24/7? Und unter welchen Bedingungen bzw. Vorraussetzungen ist es realisierbar?
Denke da mal an die normalen durchschnittlich Berufstätigen (wie wir) die ihr Einkommen haben,... doch realistisch betrachtet würde in meinen Augen Käfig- und Kettenhaltung nur dann real funktionieren, wenn der Sklave auch seinen Job hat und auch seinen eigenen Lebensunterhalt (zu dem mal trotz Käfig auch die Heizung, Essen, Kleidung, Krankenversicherung, Altersabsicherung etc. gehören) verdient...
Aber in den Vorstellungen vieler Sklaven sieht es so aus, dass diese 24 Stunden mehr oder weniger im Käfig sitzen, sexuell belustigt werden,... bestraft werden und? ... ja was tun sie aktiv, um ihr Sklavendasein zu "verdienen"?
(Klar in alten Zeiten wurden die Sklaven von der Herrschaft finanziert; aber da mußte ja auch die Arbeitskraft für 16 Stunden und mehr eingesetzt werden. Keine Herrschaft hat sich einen Sklaven gehalten, der nichts tat außer im Käfig zu sitzen. Und wenn ich dann mal an Krankheiten denke, das kann teuer werden,.. also muss hier eine Absicherung her... am einfachsten eben über Arbeit realisierbar. "Böse Zungen" werden jetzt hier HartzIV angeben, aber das lasse ich mal ganz bewußt aussen vor.)
Was ist also wirklich realistisch und real umsetzbar?
Ich denke ja: wer 24/7-Sklave sein möchte, muss für seine existenziellen Bedürfnisse selbst sorgen können... muss dann aber in seiner "Freizeit" der Herrschaft zur Verfügung stehen ... und da ein normaler arbeitender Mensch (zu dem ja auch oftmals die Herrschaft gehört) den Alltag bzw. die Freizeit ja nicht ausschließlich zur sexuellen Belustigung nutzen kann,... steht hier ja auch der ganz normale "Alltagswahnsinn im Sinne von Hausarbeit" an...
Inwieweit gehört das denn für eine realistische Umsetzung zu den Vorstellungen der Dom- bzw. Dev-seite mit dazu? Oder gehört dies nur bei 24/7 mit dazu? bei einer zeitlichen Begrenzung gehört es wohl sicher nicht unweigerlich dazu?!
Ich denke mal hier ist der wesentliche Unterschied: ist es eine Session (zeitlich begrenzt) oder ist es hier der Wunsch nach realistischer Umsetzung im Alltag soweit wie möglich (eben 24/7)...
Was denkt ihr darüber?
Wie ist Käfig- und Kettenhaltung/Arbeitspaltzbindung wirlich realistisch umsetzbar?
Ich denke,.. 24/7 läßt sich ja in unterschiedlichen Nuancen leben,... und dazu gehört für mich:
1.
Der sklave arbeitet und verdient sich seinen persönlichen Unterhalt.
2.
Ich diene nicht der Belustigung und der Bespaßung von Sub ... ähm... bzw. sklave.. ich mache hier definitiv Unterschiede.
3.
Der sklave muss sich die Ketten- und Käfighaltung verdienen! (siehe auch meinen Thread zum Thema "Arbeitsplatzbindung"... -> hausarbeit erledigen mit der positiven Verstärkung der "Arbeitsplatzbindung" zu meiner Belustigung und als "Belohnung" für einen Sklaven, der diese Extra-Aufmerksamkeit verdient hat.
4.
Wenn man den Unterschied zwischen Sub (Spiel - zeitlich begrenzt auf Session) und sklave (BDSM leben und als Grundeinstellung) sieht, dann ist ganz klar, dass "dienen" eben nicht die "Belustigung des sklaven" ist, sondern Lebenserleichterung für die Herrschaft,... dazu gehört dann eben Hausarbeit,... und anderes, was die Herrschaft gerade erfreut!!!
5.
Ich habe mit meinem 1. Partner 12 Jahre lang 24/7 nach den o.g. Vorstellungen gelebt... (Und ja, mein Partner hatte trotzdem Freunde und soziale Kontakte, was ich persönlich für äußerst wichtig halte, damit mein Gegenüber "gesund" bleibt. Abgesehen davon, dass ich nicht 24Std. Betreuung praktiziere. *fg* (Wir sind ja nicht im Seniorenheim.)
Damals war BDSM noch ein Thema, dass nicht Öffentlichkeitstauglich war, weil es sich um absolute Randgruppen handelte,... (Und es gab "Eingeweihte", die Bescheid wußten,... aber eben auch die sogenannten Stinos in unserem Freundeskreis, die wohl merkten, dass ich die Hosen anhabe, aber sich nichts dabei dachten,...)
Hallo Lady of Vampyr,
AntwortenLöschenals nicht besonders internetaffiner User vermisse ich eine Möglichkeit, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen. Als finanziell unabhängige Person sehe ich eine Sinnkrise, die möglichweise in einem fremdbestimmten Leben ihre Erfüllung findet. Wenn ich mir selbst zu nichts nutze, empfände ich ich eine Ehre darin, einem mitten im Leben stehenden Menschen meine Kraft zur Verfügung zu stellen, die momentan ungenutzt vor sich hin vegitiert.
Ich suche eine Aufgabe, die meinem Leben wieder einen Sinn gibt - und insoweit sehe ich momentan für mich keine schönere Möglichkeit, als mich in die Dienste einer dominanten Person zu begeben, die meinem Leben Struktur verleiht und mir das Gefühl gibt, einen gewissen Wert zu haben.