Der "geschichtliche" und recht bekannte Ursprung des Namens Sheherazade
Sheherazade und Schahrayar
Davon überzeugt, dass es keine treue Frau auf Erden gibt, fasst Schahrayâr den Entschluss, sich nie wieder von einer Frau betrügen zu lassen. Deshalb heiratet er jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen töten lässt.
Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, lässt Scheherazade sich selber von ihrem Vater dem König zur Frau geben. In der Nacht beginnt sie, dem König eine Geschichte zu erzählen, deren Handlung am nächsten Morgen abbricht. Neugierig auf das Ende der Geschichte lässt König Scharyar sie am Leben. Unterstützt wird Scheherazade dabei von ihrer Schwester Dinharazade, die sie jede Nacht um eine neue Geschichte bittet.
Dieses Spiel geht 1001 Nächte lang. In dieser Zeit bringt Scheherazade drei Kinder zur Welt. Am Ende ist König Schahrayar von der Treue seiner Frau überzeugt und von ihrer Klugheit so beeindruckt, dass er sie am Leben lässt.
Die Geschichte von Scheherazade und Schahrayâr basiert auf einer alten persischen Märchensammlung mit dem Namen Hezâr Afsâna, Tausend Mythen.
Ich habe ein Faible für Namen mit Bedeutung.
Für mich ist es wichtig, dass mein Gegenüber einen passenden Namen verliehen bekommt, weil das die Verbindung zueinander stärkt und weil es, zumindest für mich, absolut einmalig ist. Das heißt, ein Name den ich mal vergab, wird kein zweitesmal benutzt, da ich nichts davon halte "Sklaven/Sklavinnen zu ersetzen".
Man kann sich voneinander trennen, wenn es nicht paßt, aber ersetzt wird bei mir Niemand, weil jeder einmalig udn anders ist und das ist gut so! Denn, wenn etwas nicht paßt, macht es keinen Sinn, es durch Gleiches zu ersetzen. Sondern vielmehr muss man dann etwas anderes finden.
Und nun noch zu der Bedeutung des Namens:
Scheherazade hieß das kluge Mädchen aus Tausend und eine Nacht.
Scheherazade heißt soviel wie Prinzessin. Der Name stammt aus dem Mittelpersischen Shahzadeh, das soviel heißt wie "Vom König geboren".
Wie kann man eine dienende Zofe "Prinzessin" nennen?
Wie paßt dieser Gegensatz zusammen?
Ganz einfach: eine Zofe war zu früheren Zeiten ein Mädchen aus guten bzw. bessergestelltem Hause mit einem namhaften Stammbaum und viel Geld. Die Mädchen wurden in die Häuser der Herrschaft zwecks Erziehung und Einführung in die Gesellschaft "abgegeben". Je höher die Mädchen von Geburt und gesellschaftlicher Position aus waren, desto höher und weiter konnte die "Karriere" des Mädchens sein.
Und von der Anmut, Klugheit, Zurückhaltung, Geschicklichkeit, Verschwiegenheit und dem Erlernen der Haushaltsführung war nicht selten eine gute gewinnbringende Heirat abhängig. Nur eine "perfekte" Zofe konnte wirklich "ihr Glück" machen und selbst durch die "geschickten Verhandlungen" der Herrschaft zu einem "eigenem herrschaftlichen Hause" durch Heirat mit einem entsprechenden Mann/Krieger werden.
Nicht selten wurden mit Hilfe der Zofe bzw. auch der Mädchen aus dem persönlichen Stab der Herrin für die gesellschaftliche und besonders in Kriegszeiten nützliche Verheiratung mit Verbündeten benutzt. Sie spielten also quasie eine wichtige "Rolle" durch Herkunft und Ausbildung.
Zudem erscheint es sicher auch logisch, dass ein großer Haushalt bzw. die dazu nötige Dienerschaft und Sklaven nur dann kontrolliert und beaufsichtigt werden können, wenn die Herrschaft gelernt hat, worauf es ankommt und wenn sie eben jene Zofen und Untergebene sowie ergeben Sklaven hat, denen sie vertrauen kann.
So.
Und nun soll mal einer sagen, dass "Prinzessin" der falsche Name für eine Zofe ist!
Ich jedenfalls halte es für den richtigen und angemessenen Namen,
wenn die Zofe eben genau den Vorstellungen entspricht!


...eine weise Entscheidung, welche die Herrin sicher nicht bereuen wird...
AntwortenLöschen